Kammerorchester Basel "Die Neunte"

Sa 20. Samstag

19.30 h, 90’
18.45 h: Konzerteinführung
Stadtcasino, Steinenberg 14

 

Giovanni Antonini, Leitung
Rachel Harnisch, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Thomas Mohr, Tenor
Thomas E. Bauer, Bariton
MDR Rundfunkchor Leipzig
Kammerorchester Basel

„Da entsteht ein Stück Zukunft“, schrieb Peter Hagmann im Mai 2014 in der Neuen Zürcher Zeitung über den Beethoven-Zyklus des Kammerorchester Basel unter der musikalischen Leitung von Giovanni Antonini. Im Jahre 2004 hatten sich das Kammerorchester und der Spezialist für Alte Musik zusammengetan, um Schritt für Schritt die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens neu zu entdecken, aufzuführen und aufzunehmen. Zehn Jahre, viele Konzerte und vier CD-Aufnahmen mit den ersten acht Sinfonien, unzählige lobende Kritikerrezensionen und einen „ECHO Klassik“ (für die Aufnahme der 3. und 4. Sinfonie) später rückt das Finale in greifbare Nähe: Die Aufführung und Aufnahme von Beethovens epochemachender Neunter Sinfonie.

7. Mai 1824, Kärntnertortheater: Beethoven steht neben dem Dirigenten Michael Umlauf und schlägt den Takt. Das Publikum ist angetan, schon während der ersten drei Sätze erklingt immer wieder Beifall. Auch wenn die ersten drei Sätze die Zuschauer der Uraufführung stark fordern – düstere Chromatik und Dissonanzen, ungewöhnliche Satzstrukturen und ein atemloses Scherzo an zweiter, nicht an dritter Stelle laufen den Hörgewohnheiten zuwider – geschieht nichts Aussergewöhnliches, bis, ja, bis einer der Sänger aufsteht, eine unvermittelte Generalpause die Musik jäh unterbricht, und inmitten der Stille die Worte erklingen «O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen und freudenvollere.» Was nun folgt, ist nicht nur der durch den Chor angestimmte Lobgesang auf die Ideale der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit –, sondern selbst eine Revolution und nichts Geringeres als die Neuerfindung der Gattung der Instrumentalsinfonie.

Im Basler Konzert wird die zu den bekanntesten Werken der Musikgeschichte zählende Sinfonie kontrastiert mit der Uraufführung eines Auftragswerks von Maurilio Cacciatore für 12 Instrumente und Live-Elektronik. Der junge italienisch-deutsche Komponist, Doktorant am Elektronischen Studio Basel, spürt in seiner Komposition „Frammenti senza cornice“ (Fragmente ohne Rahmen) den Fragen nach: Was zeigen wir, was sparen wir aus, was verstecken wir?

 

Programm:

Maurilio Cacciatore:
Frammenti senza cornice
(Auftragswerk, Uraufführung)

Ludwig van Beethoven (1770-1827):
Sinfonie Nr. 9 in d-Moll, op. 125

 

 

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